Eglise Eppeldorf - Ermsdorf

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Eppeldorf, das bereits im Jahre 895 urkundlich erwähnt wird, muss zu einer der ältesten Pfarreien im Siedlungsgebiet zwischen Ernz und Sauer gerechnet werden. So geht aus dem kirchlichen Steuerverzeichnis der „Taxa Generalis“ (um 1330) hervor, dass sich in Eppeldorf eine Pfarrkirche befand,
die an die Trierer Kurie abgabenpflichtig war. Zur Pfarrei Eppeldorf gehörten die Filialkapellen Heilig-Kreuz in Ermsdorf, St. Adelgundis in Folkendingen und St. Valentin in Bigelbach.
 
Der Einmarsch der französischen Revolutionstruppen ins Herzogtum Luxemburg im Jahre 1794 bedeutete
eine tiefe Zäsur auch für die Pfarrei Eppeldorf. Die Verbindungen zur Benediktinerabtei in Echternach gingen aufgrund der gesellschaftlichen Umwälzungen (Auflösung der Klöster, Ende der Adelsherrschaft) verloren. Am 13. Februar 1800 legte Pfarrer Nikolaus Zalen zusammen mit seinem Kaplan Johann Hubert, den Eid auf
die Verfassung ab und konnte so größeren Schaden von der ihm anvertrauten Pfarrgemeinde abwenden.
Für die Dauer der Revolution wurden übrigens ein Teil der Reliquien des heiligen Willibrord sowie verschiedene Statuen aus Echternach in Eppeldorf versteckt und konnten so vor Schlimmerem bewahrt werden.
 
Der Kirchenbau in Eppeldorf, ausgeführt durch den Tiroler „Maurer und Steinhauer“ Sigmund Mungenast (1694-1770), datiert aus den Jahren 1758-1759. Als Auftraggeber fungierte Abt Michael Horman in seiner Eigenschaft als Patronats- und Zehntherr von Eppeldorf.
Die Abtei war verpflichtet für den Unterhalt des Langhauses bzw. des Kirchenschiffs aufzukommen, die Pfarrgemeinde für den des Glockenturms. Es kam aber zu keinem vollständigen Neubau, da der Kirchturm der alten Pfarrkirche in das Bauvorhaben eingegliedert wurde.
 
Die kulturhistorische Bedeutung der Pfarrkirche St. Lambertus, die zum Ende des 20. Jahrhunderts
einer fachgerechten Restaurierung unterzogen wurde, liegt jedoch vor allem in dem aus dem 17. und 18. Jahrhundert stammenden barocken Kirchenmobiliar, einem Kleinod regionaler Handwerkskunst, das gleichzeitig in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt wurde und nun wieder durch seine Kunstfertigkeit und Vielfalt besticht.
 
(ref : Luxemburger Wort 13.11.2012, Armand Wagner)
 
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